Jagd- und Fischereiverein Varna entsteht in Mai 1889. Während der ersten Gründungsversammlung wurde die Bezeichnung
Jagd- und Schützenverein „Sokol“ Varna angenommen. Gründer sind A. Dyakovich, H. Slaveykov, Dr. K. Slavchev, M. Stanev, Sht. Belchev, der auch das erste Siegel des Vereins bestellt hat.
Der erste Vorsitzende ist Aleksandar Dyakovich – der Vorsitzende des Kreisgerichts. In 1918 wurden in dem so gen. „Heldensalon“, wo sich damals der Verein befindet, französische Besatzungstruppen stationiert, die das ganze Archiv der Organisation verstreuen. Am 27.-29. August 1922 organisierte der Vorstand des Vereins, mit Vorsitzenden N. Holevich, das erste Jagdfest, an dem 3500 Personen anwesend waren.
In 1929 wurde mit der Unterstützung von Y. Sokachev – Leiter der Farm „Ticha“ –
die erste Jagdzuchtstätte für Großwild und Fasane in der Gegend „Marin tepe“ geschaffen.
In der Periode 1933-35 ist Vorsitzender M. Madzahrov. Damals wurde ein Jagdpark mit Hütte und Schießplatz in der Gegend „Karantinata“ gegründet.
Im Herbst 1943 wurde im „Mazedonischen Haus“ eine Rechenschafts-Wahlversammlung abgehalten. Es wurde eine Anordnung vorgelesen, dass die Jäger der Polizei bei dem Suchen von Partisanen helfen. Das Forum von 250 Personen lehnte die Ausführung der Anordnung ab.
Von 1971 bis 1976 wurde der
Nationalkomplex der Jäger und Fischer „Zvezditsa“ auf einer Fläche von 400 Dekar gebaut und Jugendschulen für Jagdscheißerei und Fischersport unter der Leitung von V. Angelov und V. Raychev errichtet. Der Grund und Boden gehört dem Verein, nachdem ein Tausch für den Grund des Jagdparks „Karantinata“ vorgenommen ist.
Von 1965 bis 1975 wurde die
Fischfarm „Krusha“ (Poda) auf einer Fläche von 300 Dekar errichtet, wo auch Wirtschaftstätigkeit erledigt ist. Für den Zweck sind spezielle Becken errichtet. Der Jagd- und Fischerverein besitzt den so genannten „Grundschwarm“, bestehend aus Karpfen, Wels und andere Arten Süßwasserfische. Dieser Grundschwarm dient zur jährlichen Erzeugung von Jungfisch und von Fisch zwecks Handels.
Die Fischfarm „Poda“ hat jährlich je 2 Mio. Jungfischmaterial gesichert, mit dem die Wasserspeicher für Sportfischerei in Nordostbulgarien mit Jungfisch ausgesetzt wurden. In 1994 hat der Verein einen Fang von 6 Tonnen Wels von der Farm realisiert. Das größte Exemplar wog 85 kg. Hier sind 24 Arten von der Fischfauna Bulgariens aufbewahrt.
Ab 1995 erfüllt der Verein ein Programm für Fischbevorratung des Flusses Kamchiya. Im Fluss sind 2 Tonnen Jungfischmaterial von Karpfen, Buffalo und andere Arten angesiedelt. Der Verein nutzt für Sportfischerei acht Stauseen – Priseltsi, Avren, L. Karavelovo, Zasmyanovo, Botevo, Krumovo, Yunak, Osenovo.
In 1935 wurde im Jagdpark „Karantinata“ die
erste Balkaniade für Jagdschießerei durchgeführt. Jahrelang werden im Nationalkomplex der Jäger und Fischer „Zvezditsa“ republikanische und internationale Wettbewerbe für Jagdschießerei und Ködern durchgeführt. Nur für die Periode 70-er – 80-er Jahre haben Wettkämpfer aus Varna 41 Gold-, 26 Silber- und 25 Bronzemedaillen gewonnen.
Bedeutend sind auch die Leistungen der Fischereisportler aus Varna. In der Periode 1970-79 haben sie 65 Gold-, 25 Silber- und 18 Bronzemedaillen gewonnen.
Seit Januar 1999 ist der Jagd- und Fischereiverein Varna eine juristisch selbständige gemeinnützige Gesellschaft, registriert nach dem Gesetz über die Personen und die Familie. Er hat einen Vorsitzenden, etatmäßige Beamten und wird von Vorstand geleitet.
Die Mitglieder des Jagd- und Fischereivereins Varna sind in Scharen abgesondert. Sie haben Satzung, welche von allen Mitgliedern befolgt wird. Jede Schar hat einen Vorsitzenden und einen Sekretär für Erledigung der Organisationstätigkeit.
Die gemeinnützige Tätigkeit des Vereins besteht darin, dass die Scharen für die Aufbewahrung des Wildes sorgen und für das Abschießen von bestimmten Wildzuchtarten gemäß dem Zeitplan, zusammengestellt vom Vereinrat der Jäger und Fischer.
Der Verein realisiert auch einen organisierten Jagdtourismus, wobei die Dienste davon als Wirtschaftstätigkeit abgerechnet werden. Er ist vollständig vom Zugwild akzentuiert: Wachtel, Waldschnepfe, Wildgans, Wildente, da durch unserem Land der natürliche Migrationsweg der Zugvögel Via Pontika durchläuft.
Zur Wirtschaftstätigkeit des Vereins gehört auch die Vermietung von Objekten, welche dem Verein gehören.
In den letzten Jahren hat die Leitung des Jagd- und Fischereivereins Varna eine neue Investitionspolitik für die Errichtung von Jagdhäusern für die Scharen des Vereins angenommen.
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Die Fasanenzucht begann im Jahre 1925 in der privaten Fasanerie von A. Nikolov – Eigentümer der Webefabrik „Parvi Mai“. In den letzten 20 Jahren siedelt der Verein jährlich zwischen 2000 und 10 000 Volierevögel an verschiedenen Orten an. In den 70-er Jahren sind 420 Hasen, und in den 80-er Jahren 80 Mufflons angesiedelt.
In den 70-er Jahren wurden fünf Fasanerien gebaut – in den Gegenden: Krusha, Priseltsi, Pobiti kamani, Batova, Zornitsa.